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Moll haben den Daheimbleib-Blues…

Liebe Leute!

Am Donnerstag, 12.03.2020, hätten wir Release-Konzert für unser erstes Album spielen sollen – ist leider ins Wasser gefallen, wie so vieles. Schade, weil wir uns darauf schon sehr gefreut haben.

So geht es ja gerade allen: Pläne wurden geschmiedet, Dinge waren auf dem Weg, Zeit und Geld wurden investiert, und plötzlich ist irgendwie alles für die Katz (oder für den Corona). Noch dazu aus wirklich guten Gründen, man kann also nicht einmal bequem auf wen böse sein.
Wenn unsere größte Sorge ist, was jetzt mit einem Projekt geschieht, dann ist das zwar nicht ohne, aber es geht uns bei allen Schwierigkeiten trotzdem verdammt gut und wir sollten alles ein bisschen im Verhältnis sehen.
 
Am Donnerstagabend war ich ziemlich enttäuscht, statt bei einem schönen Konzert allein daheim, wie im Hausarrest, obwohl man gar nix angestellt hat. Zur Erholung hab ich die Gitarre genommen, und dabei ist ein Song entstanden, als Aufmunterung für mich und die Band.
Den haben wir dann am nächsten Tag einfach aufgenommen – Dank an Paul für die Guerilla-Produktion!
 
 
 
Der Song heißt Daheimbleib-Blues, und vielleicht muntert er euch auch ein bisschen auf in nächster Zeit. (Im Video wird sogar verraten, was die Leute mit dem ganzen Klopapier anstellen…)
Zuerst fand ich das alles sehr deppert, aber jetzt ist es eh schon wurscht, also kann man genauso gut das Beste daraus machen. Nicht jammern, Ärmel hochkrempeln.
Mir ist jetzt viel wohler, und es passt eh. Schauen wir einfach, dass wir uns die nächsten Wochen nicht alle auf einen Haufen schmeißen, dann pendelt sich alles bald wieder ein. Wird eine komische Zeit, aber überall – in Politik, Wirtschaft, Kunst, in der Medizin sowieso – werden vor Kreativität die Funken sprühen. Da kann man schon gespannt sein. Und wenn sich alle ein bissl bemühen, geht es glimpflich vorbei.
Daheimbleiben ist cool, awkward handshakes sowieso. Vielleicht schreib ich derweil noch ein Lied oder Buch. Geh scheißen, Corona.
 
Josef Hader sagt über eine Kullerparty: „Schatzi, die Phantasie wächst mit der Begrenzung des Raums – auf deutsch: I foar ned mit.“
Der Herr Präsident mit seiner asiatisch-höflich-freundlichen Verbeugung sagt: „Es darf ja ein bisschen Spaß machen zwischendurch.“
Wir sagen: Genau!
 
Lukas + Max, Simon, Sebi = Moll
 
 
 
Daheimbleib-Blues
 
Wir haben so viel philosophiert
Und jetzt ist es leider wahr
Wir haben so viele Sachen jongliert
Jetzt liegen sie in Scherben da
Oh, es hätt so gut funktioniert
Aber dann, aber dann, aber dann
Und damit dir die Zeit gut vergeht
Ist mir ein kleines Lied eingefallen
Und das ist der Daheimbleib-Blues
Wo jeder so daheim bleiben muss
Da geht die Welt ein bisschen unter
Oh, wie geht das alles aus
Aber haut’s uns wo hinunter
Stehen wir stärker wieder auf

 

 

 

 

 

Credits

Text: Lukas Meschik
Musik: Lukas Meschik, Simon Schenk-Mair, Sebastian Kierner, Maximilian Payer
Recording & Mixing: Paul Kotal